Twilight Autogrammfälschungen auf dem Markt
30. Januar 2009 von movierelics
Nach meinem vorangegangen Artikel über die Autogrammstunde der Twilight-Darsteller Robert Pattinson und Kristen Stewart erreichten mich zahlreiche Anfragen von Fans und Sammlern, die in Sorge um die Echtheit ihrer Autogramme bzw. der Meinung sie hätte ein Schnäppchen auf gefunden waren.
Hierzu ein ganz allgemeiner Erfahrungswert vorne weg: Geschätzte 95% aller Autogramme die Ihnen auf eBay angeboten werden oder die Sie von einer Autogrammadresse per Post erhalten sind als “nicht original” einzustufen.
Twilight-Autogramme sind hiervon nicht ausgenommen, sondern scheinbar sogar im höchsten Maße betroffen.
Die Unterschriften von Robert Pattinson und Kristen Stewart dürften momentan zu den Gefragtesten in dem Sammelgebiet gehören und haben auch auf ansonsten autogrammuninteressierte Fans eine hohe Anziehungskraft. Ein Trend den natürlich auch professionelle und laienhafte Fälscher gleichermaßen mitbekommen und sich zu eigen machen. Jeder noch so geringe Betrag, den sie dadurch erzielen ist reiner Gewinn und schwere Strafen brauchen die Betrüger leider auch nicht zu befürchten.
Gleichzeitig sorgt die große Nachfrage der Fans auch für eine wahre Flut von Fanpost an die offizielle Autogrammadressen der Twilight-Stars. Stellen Sie sich nur mal vor, wie lange Sie benötigen würden um täglich ganze Säcke von Post zu öffnen, zu lesen, mit Autogrammwünschen zu beantworten und wieder zu verschicken? Das ist ein ganzes Stück tagesfüllender Arbeit, die sicherlich keine internationale Filmkarriere von der Art wie sie Robert Pattinson und Kristen Stewart momentan erleben “nebenher” zulassen. Die beiden wären nur noch mit ihrer Post beschäftigt und könnten sicherlich lange Zeit keinen Film mehr drehen oder auf einer Premiere vorbeischauen.
Um die Fans dennoch nicht enttäuschen zu müssen, werden im Fall von Robert Pattinson sogenannte Sekretärsunterschriften verschickt. Dabei unterschreibt ein Mitarbeiter von Pattinson in seinem Namen auf einem Foto und fügt unter Umständen sogar persönliche Widmungen für den Fan hinzu. Ganze Agenturen arbeiten auf diese Weise die ansonsten unmöglich zu beantwortende Fanpost von Stars ab. Nicht selten werden diese Sekretärsunterschriften bereitwillig von den Fans akzeptiert und eventuell sogar auf Tauschbörsen oder bei online Auktionen mit bestem Gewissen weiterverteilt und angeboten.
Damit Sie sich besser vor derartigen Betrügern schützen können, habe ich in der folgenden Gallerie ein paar der aktuell im Umlauf befindlichen Fälschungen und Sekretärsunterschriften zusammengetragen. Vergleichen Sie sorgfältig um nicht Geld für eine wertlose Unterschrift rauszuwerfen.
Zur Erinnerung hier noch einmal die Orginialautogramme vom Twilight-Event am 06.Dezember 2008 in München:
Und nun zur Galerie der Funde, die meiner Meinung nach als Autogrammfälschungen einzustufen sind:
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Twilight Event: Robert Pattinson schreibt Autogramme
28. Januar 2009 von movierelics
Am 06. Dezember 2008 lese ich, leider viel zu spät, die Nachricht: “Robert Pattinson, Kristen Stewart und Regisseurin Catherine Hardwicke kommen nach München ins Mathäser Kino um die ersten 15 Minuten des lang erwarteten Twilight Films vorzustellen“.
Noch heute könnte ich mich blau ärgern, von diesem Besuch nicht zuvor gehört zu haben. Robert Pattinson und Kristen Stewart gehören seit ihren Rollen als Edward Cullen und Bella Swan ohne Zweifel zu den begehrtesten Autogrammen, die ein Sammler sich nur wünschen kann. Jetzt kommen sie schon vor meine Haustür und ich erfahre erst im Nachhinein davon. Ärgerlich!
Anscheinend war ich aber auch so ziemlich der Einzige, der davon zu spät erfahren hatte. Fans aus dem gesamten Süddeutschen Raum sind schon zu nachtschlafender Zeit aufgebrochen um dabei zu sein, wenn Robert Pattinson gegen 10.30 Uhr den Teppich betreten soll.
Chaos, ohrenbetäubendes Kreischen und unvorstellbare Menschenmengen versetzen mein Stammkino demnach an diesem Tag in den Ausnahmezustand.
Der Druck der Fan-Massen auf die Absperrung wurde schließlich so groß, dass die Ordner einen Durchbruch befürchteten und um die Sicherheit der Twilight-Stars fürchteten. Sie ermahnten die Fans immer wieder nicht zu sehr gegen die Absperrung zu drücken. Die Veranstaltung war dann ziemlich schnell vorüber. Die Ordner entschieden die Autogrammstunde wegen des gefährlichen Gedränges abzubrechen. Letztendlich konnten nur die wenigsten der Fans ein Autogramm von ihrem Star ergattern.
Um so mehr freut es mich, dass ich nun nachträglich doch noch zu zwei hervorragenden Stücken von diesem beispiellosen Twilight-Event gekommen bin. Seit kurzem ist das Sortiment von MovieRelics um jeweils ein signiertes Großfoto von Robert Pattinson und Kristen Stewart erweitert:
Zum Abschluß auch noch ein paar Bewegtbilder, um einen Eindruck von dem Gedränge zu vermitteln:
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Die Wahl des richtigen Autogrammmotivs
27. Januar 2009 von movierelics
Oftmals treten Autogrammsammler mit Fragen wie “Wieviel ist ein Autogramm von Schauspieler XY denn eigentlich wert?” an mich heran. Meistens stoße ich dann auf erstaunte Gesichter, wenn ich mit einem “Das kommt ganz darauf an …” antworte und eine recht große Preisspanne als Antwort gebe.
Ein ganz ausschlaggebender Faktor für den Wert eines Autogramms ist für mich neben Zustand, Erhaltung und Größe das Motiv.
Was hat der Star unterschrieben und was ist darauf zu sehen. Dabei gilt der allgemeine Grundsatz: Je begehrter eine Unterschrift ist, desto unwichtiger wird das Objekt/Motiv. So würde z.B. ein Elvis Presley oder James Dean Autogramm auch locker auf eine Serviette geschmiert locker noch Hochpreise erzielen. Daraus lässt sich natürlich auch das Gegenteil formulieren: “Je gängiger die Unterschrift anzutreffen ist, desto entscheidender wird das Objekt/Motiv”.
Demnach können Sie einiges für den Wert Ihrer Autogrammsammlung tun, wenn Sie bei der nächsten Autogrammjagd sich vorweg ein paar Gedanken bei der Vorbereitung machen. Gerade bei den gegenwärtigen Stars, die vom Grad der Berühmtheit her noch gut in Reichweite des ambitionierten Autogrammjägers liegen, kann das perfekte Motiv einen gewaltigen Unterschied machen.

Beispiel: Jürgen Tarrachs Autogramm gewinnt enorm duch die Tatsache, dass er ein James Bond (Casino Royale) Motiv signiert hat
Als Kriterien für das perfekte Autogrammmotiv kommen die nachstehenden Punkte in Betracht.
Die Größe: etablierte Formate für aktuelle Autogramme sind die amerikanischen 8×10 inch (~20×25 cm) oder die hierzulande üblicheren 20×30 cm (annähernd DINA4). Solange Sie die Wahl haben, rate ich Ihnen zu diesen Formaten, die als angenehm groß empfunden werden und sich in die meisten Sammlungen gut einfügen.
Qualität: Gerade bei Fotoabzügen gibt es große Qualitätsunterschiede. Sparen Sie hier nicht an der falschen Stelle. Schon im verwendeten Fotopapier können sich die Vorlagen deutlich von einander abheben und unterschiedlich wertig wirken. Selbstverständlich sind aber auch Farben und Kontrastwirkung Faktoren um die Qualität zu beurteilen. Sofern möglich, möchte ich Ihnen von Aushangfotos oder Zeitungsauschnitten als Autogrammvorlage abraten. Diese sind wurden hergestellt um einen kurzzeitigen Zweck zu erfüllen und in keiner Weise auf Qualität oder Erhalt hin ausgerichtet.
Kontrast: Oftmals unterschätzt wird die Frage nach dem Kontrast. Ein Autogrammsammler will schließlich auch etwas von der Unterschrift sehen. Eine schwarze Signatur auf schwarzem Grund wird demnach wenig Freunde finden und muss als geringwertiger eingetuft werden. Stellen Sie sich am besten vor, dass Sie der Star wären und wo Sie spontan ein Unterschrift nach kurzem Betrachten hinsetzen würden. Nicht selten setzen die Prominenten automatisch den Stift an der hellsten Stelle im Bild an und enden dadurch mit einer Unterschrift quer über das Gesicht, wenn dies zur einzigen Option wird. Nicht sehr schön!

Das Motiv scheint mit dem weißen Bereich unten wie gemacht für ein Autogramm. Der Star findet sofort Platz für eine lesbare Unterschrift.
Darstellung: Farbfoto, Schwarzweiß, ein Porträt oder eine Actionszene. Das Motiv sollte zum Wesen des Stars passen und seine Eigenschaften “zusammenfassen”. Zu Hollywood-Stars wie Russel Crow passt sicherlich eine farbige Ganzkörperaufnahme in voller Montur besser, als zu einem Charakterdarsteller wie Anthony Hopkins, den ich eher mit edlem Schwarzweiß assoziiere. Bei Komponisten und Drehbuchautoren bietet sich eine Porträtaufnahme an.
Inhalt: Was ist auf dem Bild zu sehen? Bei Darstellern ist unbedingt ein Foto das Sie in Ihrer größten, bekanntesten Rolle zeigt vorzuziehen. Wenn Sie schon einmal die Chance haben Harrison Ford vor den Stift zu bekommen, dann sollten Sie ihm unbedingt ein Foto als Indiana Jones, Han Solo oder aus Blade Runner vorhalten. Seine anderen Filme wie “In Sachen Henry” oder “Der einzige Zeuge” waren ohne Frage großartige Filme – aber mal ehrlich, was sehen Sie zuerst vor Ihrem geistigen Auge, wenn Sie an Harrison Ford denken?
Wenn Sie sich auf eine Rolle des Schauspielers festgelegt haben, dann achten Sie auch darauf, eine möglichst ikonische Pose dieser Charaktere auszuwählen. Welcher Momemt, welches einzelne Filmbild fasst die unterschiedlichen Aspekte der Rolle am besten zusammen und bringt die Charaktere auf den Punkt? Oft lohnt sich auch ein Blick auf die Filme, die der Star momentan dreht. Womöglich ist er gerade jetzt dabei seinen bislang bedeutensten Film zu drehen. Mit etwas Glück gibt es bereits Promofotos zu dem Film, die Sie sich signieren lassen können.
Häufigkeit: Letztendlich empfiehlt es sich, sich auch Gedanken über die Häufigkeit eines Motivs zu machen. Je seltener ein Motiv im Umlauf ist, desto schneller wird es für andere Sammler interessant. Das steht sicherlich im Gegensatz zum obigen Punkt, wo ich Ihnen noch geraten habe ein für den Star typisches Motiv auszusuchen, aber vielleicht können Sie sich doch noch etwas abheben indem Sie sich nicht gleich für das erste 08/15 Standardmotiv entscheiden.
Am unteren Ende dieser Skala sind ganz sicher die Autogrammkarten und -fotos anzusiedeln, welche die Stars selbst mit sich umhertragen oder auf Anfrage per Post verschicken. Diese sind meist auf niedrige Druckkosten hin optimiert, aus alten “Restbeständen”, furchtbar neutral gehalten und von der Größe her auf eine Manteltasche ausgerichtet – selten werden hier ansprechende Motive verschenkt.
Ein letzter Tipp: sollte sich für einen bestimmten Star partout das perfekte Autogrammmotiv nicht finden lassen, so rate ich stets die gute, alte, schlichte und weiße Karteikarte einem mittelmäßigen Fotomotiv vorzuziehen. So eine Karteikarte bietet ein perfektes Kontrastverhältnis, ist leicht zu handhaben (Verwischungen sind annähernd unmöglich) und können zu einem späteren Zeitpunkt kreativ mit einem Foto kombiniert werden.
Mit den neutralen Karteikarten können Sie auch sehr schön auf eine größere Montage “hinarbeiten” und Ihrem Hobby eine ganz neue Richtung verleihen. So habe ich z.B. schon wunderbare Collagen gesehen, bei denen alle Unterschriften der James Bond Darsteller in ein großes Passepartout mit passenden Fotos gefasst wurde. Oder Sie verschreiben sich der Besetzung eines Films oder Serie, die Sie dann in ein Poster einarbeiten etc. Ihrer Fantasie sind keine Grenzen gesetzt …
![]() Cast Autogramme von Taxi Driver als Montage |
![]() Zusammengetragene Autogramme der Star Trek Darsteller |
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Baader Meinhof Komplex für den Oscar nominiert
23. Januar 2009 von movierelics

Den will Bernd Eichinger für uns nach Deutschland holen
Autogrammsammler sind mitunter stets bemüht den Wert ihrer Sammlung im Auge zu behalten und womöglich auch vorausschauned auf das eine Ereignis zu spekulieren. Erst kürzlich spaltete sich das Lager der Autogrammsammler in Obama- und McCain-Spekulanten. Obama-Anhänger gingen mit einer unvorstellbaren Wertsteigerung ihres Autogramms aus dem Rennen als Sieger hervor.
Ähnlich verhält es sich mit der jährlichen Academy Awards, dem Oscar. Wer hier eine Trophäe mit nach Hause bringt, macht seine Fans gleich doppelt glücklich, gewinnt doch gleichzeitig auch die eigene Sammlung an Autogrammen der Darstellern und Filmrequisiten an Wert. Um so schöner, dass dieses Jahr auch Deutschland wieder einen heißen Kandidaten in das Rennen um den goldenen Burschen schicken kann.
Uli Edels und Bernd Einchingers “Der Baader Meinhof Komplex” treten an um in der Kategorie “bester fremdsprachiger Film” Gold zu holen. Auch MovieRelics ist mit zahlreichen Autogrammen und Requisiten bestens für die Oscar-Nacht gerüstet, wenn es wieder heißt “…and the winner is”. Einige unserer Stücke mit denen auch Sie auf Sieg für “Baader Meinhof Komplex” setzen können, zeigen wir Ihnen hier:
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Kiefer Sutherland – Beinahe unerkannt durch München
20. Januar 2009 von movierelics
Ja, DER Jack Bauer aus 24 – Kiefer Sutherland. Mit einer Fotokamera um den Hals und in Jeans, als ganz einfacher Tourist getarnt versucht der amerikanische Schauspieler unerkannt durch die Stadt zu streifen.
Gleich vor der Tür seines Nobelhotels “Bayrischer Hof” hat es ihn aber auch schon erwischt. Zwei Autogrammjäger erkennen den Star und sprechen ihn sofort für Autogramme an.

Kiefer Sutherland tarnt sich als Tourist
Leider habe ich selbst diese wunderbare Gelegenheit verpasst und erst im Nachhinein von seinem Besuch erfahren. Die beiden Damen können auf jeden Fall mächtig stolz auf ihre Autogramm-Beute sein.
Vielleicht hat er ja noch mehr Unterschriften in der Stadt gelassen und hoffentlich schaffen es auch ein paar davon in unseren Autogrammshop.
Nachtrag – Jetzt neu im Shop – die Kiefer Sutherland Autogramme von der “Monsters vs. Aliens” Premiere in Berlin:
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Daniel Craig schreibt Autogramme für München
18. Januar 2009 von movierelics
Am Donnerstag den 15.01.2009 erreichte mich die Nachricht als Gerücht: Kino-News berichtete, dass Daniel Craig schon am folgenden Tag nach München kommen würde, um seinen neuen Film “Defiance” der deutschen Presse zu präsentieren. Man spekuliere, ob der James Bond Darsteller seinen Aufenthalt auch nutzen würde um samstags am 36. Deutschen Filmball teilzunehmen.
Wow! Blutdruck!
Sofort schreibe ich alle meine Kontakte aus Film und Journalismus an die mir nur einfallen. Leider kann niemand das Gerücht bestätigen oder weiß sonst etwas darüber, wie und vor allem wo Daniel Craig seinen München-Besuch gestalten will.
Dennoch mache ich mich noch am Abend auf um ein paar Großfotos für den Fall der Fälle zu besorgen. Auf den Abend des Deutschen Filmballs hatte ich mich schon länger mit einer Auswahl an Starfotos vorbereitet – an James Bond hatte ich bis zu diesem Zeitpunkt allerdings natürlich nicht gedacht. Die Wahl des Motivs ist mir dabei so schwer wie nur selten gefallen – welches Bild wird einer Ikone wie Bond nur gerecht und eignet sich dabei auch noch für ein Autogramm (alle dunklen Motive scheiden von Anfang an aus).
Endlich wird es Samstag, den 17. Januar. Mit meinem Bruder zusammen komme ich mit zahlreichen Fotos, Karteikarten und Markern gerüstet gegen 18.00 Uhr am Bayrischen Hof an. Zunächst war die Enttäuschung groß: der rote Teppich ist über die gesamte Länge für die Presse gesperrt und durch einen breiten Gittergang vollständig von der Öffentlichkeit abgetrennt. Lediglich rund 2 Meter direkt am Hoteleingang sind für die Allgemeinheit frei und bereits mit sechs Reihen von wartenden Menschen mehrfach belegt. Was nun?
Nachdem wir uns etwas ratlos umgesehen haben posstieren wir uns zunächst auf der Straße an einer Stelle die wir als “Aufgang” für die Stars vermuten. Später machen sich die Security Kollegen jedoch daran alle Passanten von der Straße zu bekommen und schieben mich dabei in einen Gänge aus Absperrgitter. Absolutes Glück, wie es sich herausstellt – durch puren Zufall stehe ich nun in erster Reihe an genau der Stelle wo die Stars aus ihren Limousinen steigen um auf den roten Teppich zu gelangen. Nur eine Security-Schulterbreite trennt mich noch von den Autogrammen …
Langsam geht es los: Zuerst Uschi Glas, Christiane Paul und natürlich auch Davorka Tovilo (vorgefahren in einer endlos langen Stretch-Limo mit Kennzeichen “STA-R 6661″ :-s ) treffen der Reihe nach ein. Auf diesem Prominenz-Level geht es eine ganze Weile bei Eiseskälte voran und der Gedanke an Daniel Craig beginnt schon in meinem Hinterkopf in die Gerüchte-Schublade zu wandern. Ein weiteres Gerücht macht die Runde: irgendwer in der wartenden Menge will das Autokennzeichen der Limousine kennen, mit der Craig anfahren soll … aha,ok!?
Dann reißt es mich plötzlich – zu der Security gesellt sich ein weiterer Securitymann der in eindeutig britischem Englisch die lokalen Sicherheitskräfte befragt und scheinbar einweist: “What’s this guy doing there? So you know what to do? You go immediatelly over there!” … Das muss es jetzt sein – ich lege mein Daniel Craig Foto noch mal oben auf und suche einen festen Stand mit meinen Beinen.
Dann geht alles rasend schnell – eine Limousine fährt vor und noch bevor ich irgendetwas durch die verdunkelten Scheiben erkennen kann, schreit und tobt die Menschenmenge hinter mir. Die Security umringt sofort das Auto und bildet einen Ring – Schulter an Schulter – um Daniel Craig und Satsuki Mitchell die nun tatsächlich aus dem Auto steigen und direkt (naja – eine Security-Schulterbreite) vor mir stehen.
Sofort schiebe ich mein Foto unter den Achseln der Security-Männer nach vorne. Versuche oberhalb und unterhalb an dem breiten Kerl vorbei zu kommen. Doch Daniel Craig lässt sich gerade noch von einem grauhaarigen Mann begrüßen, steht still auf der Stelle und nickt den Grauhaarigen in regelmäßigen Abständen höflich an. Dann setzt sich der Pulk aus Bond, Satsuki, Grauhaar und einem Panzer aus Security-Leuten in Bewegung. War’s das schon? Geht er jetzt einfach weg?
Ein letztes Mal drücke ich mich gegen Absperrung und strecke mich Richtung Bond mit meinem Foto. Auch die zierlichen Mädchen hinter mir geben noch mal alles und entwickeln ungeahnte Kräfte wegen mein Rückgrad. Dann passierts – ich weiß nicht woher er den Stift hatte (meiner war’s nicht) – mit einem halbsekündigen “DC” huscht er über mein Foto und geht mit ungemindertem Tempo auf den roten Teppich zu um sich den belanglosen Reporterfragen zu stellen. Ein Augenschlag hätte ausgereicht um alles zu verpassen. Soweit ich sehen konnte war es auch das einzige Autogramm, dass er an diesem Ende des Teppichs gegeben hat.
Ich konnte es kaum glauben und viel zu schnell vorbei war es obendrein. Sofort signalisierte ich meinem Bruder auf der anderen Seite des Aufgangs meinen Erfolg und zog damit einige neidische Blicke auf mich.
Als sich die Versammlung schon auflöste kamen noch andere Autogrammjäger bei mir vorbei, um “nur mal einen Blick” darauf zu werfen.
Dieses Autogramm ist mit großem Abstand das spannenste und aufregenste Stück das ich bisher selbst erjagen durfte – ein James Bond Darsteller zu Dienstzeiten – in-person – was gibt es besseres für einen Autogrammsammler?
Weitere Impressionen des Abends:
Hier ein paar Links zu externen Fotostrecken und Bildergalerien zum Abend:
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